DIe Therapiedauer
Die Dauer der Therapie richtet sich nach der Schwere der körperlichen, psychischen und sozialen Folgen der Suchterkrankung sowie dem individuellen Behandlungsfortschritt. Im Allgemeinen sind folgende Behandlungsformen möglich:
Langzeittherapie
Für Patienten, die bisher noch keine Entwöhnungsbehandlung absolviert haben, gewährt der Kostenträger eine erste Therapie von bis zu 15 Wochen. Sie empfiehlt sich, wenn die körperlichen und/oder psychosozialen Folgen der Abhängigkeit ausgeprägt sind und das soziale Umfeld nicht genügend Unterstützung bieten kann.
Auffang- oder Festigungsbehandlung
Bei einem Rückfall oder einer akuten Rückfallgefährdung nach vorhergehenden Therapien ist die Wiederaufnahme zu einer Auffang- oder Festigungsbehandlung möglich.
Diese Patienten werden in einer speziellen Gruppe behandelt. Dort werden vor allem die Hintergründe des Rückfallgeschehens analysiert und entsprechende Bewältigungsstrategien entwickelt und eingeübt. Dabei soll auf bereits vorhandenen Therapie- und Abstinenzerfahrungen aufgebaut werden, um zukünftige Risikosituationen besser bewältigen zu können.
Kombinationstherapie (6 Wochen stationär + ambulante Phase)
Diese Behandlungsform empfiehlt sich, wenn eine ambulante Behandlung allein für einen dauerhaften Behandlungserfolg nicht ausreicht. Sie ist geeignet für Patienten, die beruflich und sozial integriert sind und wiederholt längere Phasen der Abstinenz durchhalten konnten. Die Kombinationstherapie verbindet einen sechswöchigen stationären Behandlungsabschnitt mit einer im Voraus geplanten mindestens sechsmonatigen ambulanten Behandlung durch die vermittelnde Beratungsstelle.
Zur Behandlung gehört in jedem Fall eine sorgfältige Vorbereitung und eine qualifizierte Nachsorge über die vermittelnde Suchtberatungsstelle.
Wir sind pCC-zertifiziert nach DIN EN
ISO 9001:2008

